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"Der Raum spiegele die Gesellschaft, lautet ein altes Axiom der Stadtsoziologie.''

[Manuel Castells]

Öffentliche Räume als Orte vielfältigen gesellschaftlichen Lebens sind ständigen Veränderungen und Umbrüchen unterworfen. Unter dem Banner von Globalisierung und revolutionären, technologischen Neuerungen rückt die Welt seit etwa 30 Jahren immer stärker zusammen.

Zunehmende Konkurrenz unter Regionen und Städten verstärken eine auf ökonomische Kriterien ausgerichtete Stadtentwicklung. Dere-
gulierung, Flexibilisierung und Privatisierung sind die Stichworte, die auch vermehrt für die Aufgabenwahrnehmung der öffentlichen Hand kennzeichnend sind. Zunehmend werden große Flächen in den Innenstädten privatisiert und einem strengen Regime der Eigentümer unterworfen, wozu die Überwachung per Videokamera oder privaten Sicherheitsdiensten gehört.

Der öffentliche Raum wird von komplexen sich gegenseitig beeinflussenden, verstärkenden und überlagernden Kräften geformt

Das Idealbild der europäischen Stadt, mit ihrer dichten, gewachsenen Baustruktur und ihren öffentlichen Räumen steht als Synonym für 'Urbanität' und beeinflußt bis zum heutigen Tag das planerische Denken und Handeln. Eng verbunden damit tauchen immer wieder Assoziationen zu Agora und Forum auf, die als Archetypen des 'Öffentlichen' schlechthin, den Mythos einer sich dort artikulierenden und
konstituierenden, idealen und demokratischen Stadtgesellschaft transportieren.
Zu Beginn des 21. Jahrhunderts stellt sich jedoch die Frage, ob sich die tradierten und erprobten Denkmodelle und Bilder des öffentlichen Raumes aufgrund der rasanten gesellschaftlichen und informationstechnologischen Veränderungen, überlebt haben. Haben die typischen Ideen von Stadt, die auf dem öffentlichen Raum beruhen nur noch rein symbolische Bedeutung? Verlagern sich mehr und mehr in den virtuellen Raum?

Auf public-space wird versucht die Wechselwirkungen dieser Zusammenhänge darzustellen und weitergehenden Untersuchungen zu unterziehen.
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05.02.2003